Wir beschreiben hier in bescheidenem Rahmen die von uns (Wolfi, Elisabeth und als Gastautor Wolfis Bruder) bisher selbst gefahrenen oder auch nur mit dem MTB an der Hand begangenen Übergänge jeweils kurz und bündig in einem Datenblatt. 

Alle Übergänge der Westalpen eignen sich dazu, sie in einen Alpencross zu integrieren. Sollte man das bei den Übergängen der Pyrenäen machen, wird der Alpencross entweder etwas länger oder man macht besser gleich einen Pyrenäencross.

Die Grenze unserer beschriebenen Übergänge der Westalpen liegt am östlichsten 4000er der Alpen, dem Piz Bernina, der natürlich schon zu den Ostalpen zählt.

 

Die tabellarische Übersicht der Übergänge enthält zu jeder Strecke eine ausgesprochen subjektive Bewertung der allerwichtigsten Sinnfrage des Radfahrens:

Macht es beim Radeln Spaß (vor allem bergab) und wenn ja, wieviel?

Die Bewertung des Spaßfaktors ist eine Kombination aus Spaß-Klasse (I bis IV) und Spaß-Intensität (a bis c).

Spaß-Klasse

 I 

Der Spaß fängt bereits beim Fahren an und hört bis zum Schluss nicht mehr auf. Hier weiß man sofort, dass alles passt. Die Produktion an Endorphinen beginnt zu laufen. Bei solchen Abfahrten wünscht man sich eine Tageskarte für den Lift.

 II 

Während des Fahrens ist man sich zumindest abschnittsweise nicht so ganz sicher, ob es wirklich toll ist oder nur ganz passabel. Spätestens am Abend verblasst der schlechtere Teil der Erinnerungen. Würde man durchaus auch ein zweites Mal fahren.

 III 

Sowohl am Abend nach der Tour als auch noch am Ende des Urlaubs ist man sich halbwegs sicher, dass es entweder gar keinen Spaß gemacht hat (zuviel elende Schieberei) oder zumindest todlangweilig war (bergab zuviel Piste oder gar Asphalt). Wie durch ein Wunder keimen mit zunehmenden zeitlichen Abstand bei so mancher Tour jedoch Zweifel daran auf. Schreibt man dann ein halbes Jahr später einen Bericht zu dieser Strecke oder erzählt Freunden davon, schleichen sich bereits positive Erinnerungen ein ("Gar nicht mal so schlecht").

 IV 

Bevor es hier das selektive Erinnerungsvermögen schafft, positive Eindrücke der Strecke in den Vordergrund zu rücken, hat im Regelfall schon die altersbedingte Demenz zu wirken begonnen.

Spaß-Intensität

a

 Höchste Stärke der Gefühle; das vergisst man nie mehr

b

 Ein echtes Erlebnis, das man nicht alle Tage hat

c

 Schon nach der nächsten Etappe kann man sich kaum noch daran erinnern

Bei der Beschreibung von Schiebestrecken und Schwierigkeiten ist immer zu berücksichtigen, dass diese von schwachen Fahrern erstellt wurde. Könner dürften aus einer von uns beschriebenen Schiebestrecke von 600 Höhenmetern unter Umständen einen Traumtrail machen und eine von uns als schwierig empfundene Strecke für eine Autobahn halten, die freihändig befahren werden kann. 

Die in den Beschreibungen genannten Schwierigkeitsgrade für Auf- und Abfahrt erläutern wir in unseren Westalpentipps.

Hier noch einmal in Kürze für den schnellen Überblick:

Auffahrt (M steht für "montée")

M1

einfach fahrbar, z. B. normale Forststraßen oder flachere Trails

M2

gerade noch auch von Nichtathleten fahrbar, meist steil oder auch technisch schwierig

M3

wer das komplett fahrend schafft, darf sich bereits zur Elite der Uphiller zählen

M4

das würde ich gerne einmal sehen; für alle anderen gilt: Schieben oder Klettern

Abfahrt (D steht für "descente")

D1

Piste oder einfacher Trail ohne große Herausforderung

D2

anspruchsvoller Pfad mit kürzeren schweren Passagen

D3

mit viel Können (einfache Trialtechnik) und auch Glück in großen Teilen fahrbar

D4

für Kamikaze reserviert oder zumindest sehr anspruchsvoll