Unser Werdegang als Bergradfahrer

wissen sonstiges 04

Unser gemeinsames Leben als Radfahrer konnte erst 1982 beginnen. Vorher waren wir uns einfach noch nicht über den Weg gelaufen.

Richtig gemeinsam losgegangen ist es allerdings erst im Jahr 2003. Wir entdecken damals von heute auf morgen, dass man mit einem Rad weiter wie bis zum Büro oder Baggersee radeln kann.

 

Elisabeth

1965 - 1975
Tretroller zur alleinigen Nutzung
1975 - 1977
keine Nutzung muskelgetriebener Fahrzeuge
1978
Kauf eines Mars-Rades bei Quelle mit 10-Gang-Schaltung, Beginn ohne Stützräder
1978 - 1985
Gelegentliche Fahrten im Stadtgebiet
1985
Umzug in erste eigene Wohnung, Rad wegen Platzmangel in der neuen Wohnung bei den Eltern gelassen
1992 - 2002
Umzug in eine größere Wohnung; Rad von  den Eltern abgeholt und wieder für gelegentliche Stadtfahrten genutzt
 
 

Wolfi

1963 - 1970
Dreirad 
1970 - 1971
erster eigener Tretroller mit Luftbereifung und Hinterradbremse
 1972 - 1980
 3-Gang-Rad, Beginn direkt ohne Stützräder; gelegentliche Fahrten in der Nähe der Wohnung und an den Badesee
 1981 - 1984
umfangreiche Fahrleistung, da mehrmals wöchentlich mit dem Rad zur Uni, einfache Strecke 15 km ! 
1985
Umzug vom Land in die Stadt, Rad wegen Platzmangel in der neuen Wohnung verschenkt
1993
in Irland Ausleihe eines MTB für eine Woche und kleinere Touren an der Küste bei ständigem Gegenwind

Unsere gemeinsame Radlerkarriere

2003

Anfang August zieht uns mein Bruder mit zu einem Diavortrag in die Augsburger Kongresshalle mit dem Titel "Abenteuer Transalp". Als alter Motorradfan bin ich gleich begeistert, da ich denke, es geht um das gleichnamige Modell von Honda, das ich schon gefahren war. Wie ich jedoch im Laufe der Veranstaltung erkennen muss, handelt sich jedoch um Radfahren mitten in den Bergen. Wir werden beide mit dem Virus Transalp infiziert.
Nach hektischer Planung und Vorbereitung ziehen wir bereits Anfang September los, um unsere erste kleine Alpendurchquerung zu absolvieren. 

2004

Noch in der Begeisterung des Vorjahres planen wir die nächste, natürlich längere und schönere Tour. Ende August starten wir in die Westalpen zu unserer zweiten Transalp und kommen mit einigen Umwegen, einem Totalschaden an der Bremsanlage von Elisabeth und sonstigen Problemchen auch in Ventimiglia an.

2005

Das Jahr der Katastrophen. Zuerst ein misslungener Versuch in den Ostalpen und kurz danach das Fiasko auf der Tour vom Mittelmeer bei Ventimiglia nach Hause
Das vorläufige Ende unserer Alpenüberquerer-Laufbahn scheint gekommen!

2006

Nach langem Zaudern und Kampf mit unserem Motivationstief haben wir uns erneut auf Tour begeben. Statt einer langen Linie mit zwei Enden haben wir diesmal eine waschechte Rundtour zustande gebracht. Wieder erfreut uns ein Totalschaden an der Bremsanlage von Elisabeth.

2007

Keine Katastrophe, keine Probleme, kein Desaster mit der Deutschen Bahn. Nicht einmal ein Totalschaden an der Bremsanlage. Aber eine nette Tour war es trotzdem. 

2008

Schon wieder eine Tour, die uns keine Magenschwüre bereitet hat. Teilweise sind wir diesmal jedoch auch selber Schuld, da wir zur Anreise das eigene Auto verwendet haben.

2009 A

Eine SuperMini-Transalp Ende Juni um die Bernina ersetzt die zuvor mangels Schneefreiheit bzw. Zeit ausgefallenen Vorbereitungstouren..

2009 B

Nach der Frühsommer-Minirunde folgt doch noch ein normaler Alpencross Ende August an das Mittelmeer.
Ende des Jahres erklären wir unseren altersbedingten Rücktritt aus der aktiven Alpenüberquererszene.

2010

Eine erste kleine Tour nach dem Ende unserer eigentlichen Karriere. Endlich lernen wir auch die sagenumwobenen Ostalpen etwas näher kennen. 

2011

Die Zeiten der Alpenüberquerungsversuche haben ein Ende gefunden. Wir haben den Alpen den Rücken gekehrt und uns zwischen Atlantik und Mittelmeer umgesehen.

2012

Als Geschädigte einer Baumaßnahme in unserer Wohnung flüchten wir aus Staub und Dreck in bekanntes Erholungsterrain. Hauptsache frische Luft und keine Baustelle. Zwischen Wallis und der Provence wird es uns nicht langweilig. 

2013

Eine kleine und gemütliche Rundtour durch den Südosten Frankreichs beschert uns einen Blick in die Gorges de Verdon.

2014

Elisabeth ist ausgefallen. Einer der Knochen wollte nicht mehr und musste geflickt werden. Notgedrungen war Wolfi alleine im völlig verregneten Spätsommer Italiens unterwegs.

2015 A

Nach der Reparatur an Elisabeths Knochen gönnen wir uns bereits im Frühjahr eine klitzekleine Rekonvaleszenztour in der Provence.

2015 B

Am Ende des Sommers kommt noch eine kleine Spritztour entlang des italienischen Alpenrands hinzu.

2016

Erneuter Ausfall von Elisabeth in Bezug auf Mehrtagestouren. Für eine kleine Solo-Runde in den Ostalpen reicht es bei Wolfi gerade noch.

2017

Auch Wolfi wird zum Dauergast beim Orthopäden; trotzdem schleppen sich zwei Invaliden mit ihren zweirädrigen Rollatoren für ein paar Tage durch den Ostteil der Alpen 

2018

Es geht wieder besser; die nächste Tour bringt uns von Mittenwald bis nach Garmisch-Partenkirchen

2019    kommt bald ...

"Ist es also endlich soweit?" sagte unser Fahrradhändler als Erstes: wir legen uns Anfang des Jahres beide ein stromgetriebenes Rad zu.
Trotzdem gönnen wir uns in der größten Hitzwelle des Jahres mit den alten Rädern eine Rentnerrunde durch die Vogesen.
Bereits im kühlen Herbst peilen wir bei einer zweiten Tour den Gran Sasso im Appenin als Tourenziel an.